Kaufmännischer Leiter und Leiter Produktentwicklung
DAS REHAPORTAL
Rehakliniken in Deutschland sind in der Regel auf bestimmte medizinische Fachgebiete spezialisiert. Häufig werden diese Bereiche als Fachabteilungen bezeichnet. Im Alltag sprechen viele Einrichtungen aber auch von Fachbereichen, Schwerpunkten oder etwa von einer Klinik für Orthopädie innerhalb einer Rehaklinik. Gemeint ist jeweils der medizinische Schwerpunkt, auf den eine Einrichtung oder ein Teilbereich der Einrichtung ausgerichtet ist. Systematisch ist diese Einteilung nicht zufällig entstanden: Für Rehabilitationseinrichtungen ist die Fachabteilungslogik an bundeseinheitliche Klassifikationen angebunden.
Für Patient:innen ist dabei wichtig: Die Bezeichnung einer Fachabteilung gibt eine erste Orientierung, ersetzt aber nicht den Blick auf das tatsächliche Behandlungsspektrum. Nicht jede orthopädische oder neurologische Rehaklinik behandelt automatisch alle Erkrankungen dieses Bereichs. Viele Häuser haben innerhalb ihrer Fachabteilungen noch einmal eigene Spezialisierungen.
Die folgende Einordnung stützt sich unter anderem auf die Grunddaten des Statistischen Bundesamts für 2024. Diese Zahlen beziehen sich auf stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Dabei ist wichtig: Rehakliniken haben häufig mehr als eine Fachabteilung. Die genannten Werte zeigen daher, wie oft bestimmte Fachabteilungen in stationären Einrichtungen vertreten sind, nicht wie viele einzelne Kliniken es je Fachbereich gibt. Besonders häufig vertreten waren die Fachabteilungen Orthopädie (340), Psychosomatik (201), Neurologie (160), Geriatrie (156), Entwöhnungsbehandlungen/Sucht (134) und Kardiologie (106).
Daten von DAS REHAPORTAL zeigen, dass auch im ambulanten Bereich vor allem Orthopädie (411), Psychosomatik (135), Neurologie (130), Kardiologie (81) und Geriatrie (72) eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist zu beachten, dass in diesen Zahlen auch stationäre Rehakliniken enthalten sind, die zusätzlich ambulante Patient:innen behandeln.
Bei der mobilen Rehabilitation zeigt sich ein noch klarerer Schwerpunkt: Hier dominieren vor allem Angebote aus der Geriatrie, vereinzelt auch aus der Neurologie.
Digitale Angebote gibt es meist ebenfalls für die häufigen Fachabteilungen wie Orthopädie, Psychsomatik, Karidologie und Neurologie.
Eine Fachabteilung beschreibt den medizinischen Schwerpunkt einer Rehaklinik oder einer organisatorischen Einheit innerhalb dieser Klinik. Sie gibt Auskunft darüber, auf welche Erkrankungen, Funktionsstörungen und Rehaziele die Behandlung vor allem ausgerichtet ist. In der Rehabilitation umfasst das meist nicht nur ärztliche Versorgung, sondern je nach Bedarf auch Therapien, psychologische Begleitung, Schulungen und sozialmedizinische Unterstützung. Die Reha ist damit typischerweise interdisziplinär aufgebaut.
Gerade deshalb sollte man eine Fachabteilung nicht mit einer einzelnen Diagnose gleichsetzen. Eine Fachabteilung ist ein übergeordneter medizinischer Rahmen. Ob eine Klinik zur eigenen Situation passt, hängt zusätzlich davon ab, welche Krankheitsbilder dort tatsächlich behandelt werden, welche therapeutischen Konzepte eingesetzt werden und ob die Einrichtung Erfahrung mit ähnlichen Fällen hat.
Die Fachabteilungssystematik in der Rehabilitation orientiert sich eng an der medizinischen Grundsystematik des Krankenhausbereichs. Eine wichtige Grundlage dafür ist § 301 SGB V in Verbindung mit den zugehörigen Schlüsseln der Datenübermittlung, die grundsätzlich sowohl für Krankenhäuser als auch für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen relevant sind. Ausgangspunkt ist damit eine gemeinsame medizinische Fachgebietssystematik, an der sich auch Rehakliniken orientieren.
Gleichzeitig wird diese Grundsystematik in der Rehabilitation weiterentwickelt. So weist etwa die Deutsche Rentenversicherung darauf hin, dass ihre Fachabteilungseinteilung auf der allgemeinen medizinischen Fachgebietssystematik beruht, aber um rehaspezifische Schlüssel ergänzt wurde. Das betrifft insbesondere Bereiche mit besonderem Reha-Bezug, etwa medizinisch-beruflich orientierte Aspekte. Auch die gesetzlichen Krankenkassen greifen diese fachliche Grundlogik auf und erweitern sie um rehabilitations- und vorsorgespezifische Perspektiven. Rehakliniken arbeiten somit auf einer gemeinsamen medizinischen Basis, ergänzen diese aber um eigene rehabilitationsspezifische Versorgungslogiken.
Für Patient:innen bedeutet das: Viele Bezeichnungen klingen ähnlich wie im Krankenhaus, etwa Orthopädie, Neurologie oder Urologie. In der Rehabilitation geht es jedoch in der Regel weniger um Akutversorgung oder operative Eingriffe, sondern stärker um Funktionsverbesserung, Belastbarkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag und im Beruf.
Bei Rückenschmerzen, Arthrose, Bandscheibenvorfall oder nach Gelenkersatz ist häufig die Orthopädie zuständig. Bei Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Ausfällen passt meist die Neurologie. Nach Herzinfarkt, Herzoperation oder bei Herzinsuffizienz ist oft die Kardiologie der richtige Bereich. Bei Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung oder psychosomatischen Beschwerden kommt häufig die Psychosomatik infrage. Bei Krebserkrankungen und den Folgen einer Krebstherapie ist die Onkologie naheliegend.
Bei Asthma, COPD und anderen chronischen Atemwegserkrankungen sind häufig Pneumologie oder lungenfachärztlich ausgerichtete Reha-Angebote passend. Bei Nierenerkrankungen ist oft die Nephrologie relevant. Bei Diabetes, Stoffwechsel- oder hormonellen Erkrankungen kommen Endokrinologie oder Innere Medizin in Betracht. Für Magen-Darm-, Leber- oder Verdauungserkrankungen ist häufig die Gastroenterologie zuständig. Bei Hauterkrankungen kann die Dermatologie sinnvoll sein, bei rheumatischen Erkrankungen die Rheumatologie. Für Erkrankungen der Harnwege oder Prostata ist oft die Urologie zuständig, für Erkrankungen aus dem Bereich Frauenheilkunde spezialisierte Angebote der Gynäkologie und bei Gefäßerkrankungen die Angiologie.
Diese Zuordnung dient immer nur der ersten Orientierung; entscheidend bleiben Diagnose, Krankheitsverlauf und Rehaziel.
Die Reha-Landschaft in Deutschland ist vielfältig. Einige Fachabteilungen sind jedoch besonders häufig vertreten und prägen das Angebot vieler Rehakliniken. Die folgenden fünf Bereiche spielen in der Rehabilitation eine besonders wichtige Rolle und geben einen guten ersten Überblick über typische Schwerpunkte in Rehakliniken.
Die orthopädische Rehabilitation ist auf Erkrankungen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparats ausgerichtet. Dazu gehören etwa Wirbelsäulenbeschwerden, Arthrose, Gelenkverschleiß, Osteoporose oder die Rehabilitation nach Operationen an Hüfte, Knie oder Wirbelsäule. In der stationären Reha-Statistik und in der ambulanten Reha ist die Orthopädie der zahlenmäßig größte Fachbereich.
Die psychosomatische Rehabilitation richtet sich an Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Angststörungen, Erschöpfungszustände und körperliche Beschwerden, bei denen psychische Belastungsfaktoren eine wesentliche Rolle spielen.
Die neurologische Rehabilitation behandelt Erkrankungen des Nervensystems, zum Beispiel nach Schlaganfall, bei Parkinson, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Funktionsstörungen. Ziel ist häufig die Verbesserung von Mobilität, Sprache, Selbstversorgung und Alltagskompetenz. Innerhalb dieses Bereichs gibt es auch die neurologische Frührehabilitation, die bei schwer betroffenen Patient:innen besonders früh einsetzen kann.
Die geriatrische Rehabilitation richtet sich an ältere Menschen, oft mit mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen oder funktionellen Einschränkungen. Im Mittelpunkt stehen deshalb nicht nur einzelne Diagnosen, sondern vor allem Mobilität, Selbstständigkeit und die Vermeidung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit. Auch die geriatrische Frührehabilitation ist in diesem Zusammenhang wichtig.
Entwöhnungsbehandlungen bilden einen eigenständigen rehabilitativen Schwerpunkt. Sie richten sich an Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und verbinden medizinische, psychotherapeutische, sozialtherapeutische und teilhabeorientierte Elemente. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Stabilisierung nach einer Suchterkrankung, sondern auch die Frage, wie ein selbstbestimmter Alltag wieder gelingen kann. Bei stoffgebundenen Abhängigkeiten schließt die Entwöhnungsbehandlung häufig an eine vorangegangene Entgiftung an. Je nach Bedarf kann sich daran auch eine Adaption anschließen, also eine weiterführende Phase, in der die Rückkehr in den Alltag, in soziale Strukturen und oft auch in das Berufsleben gezielt vorbereitet und begleitet wird.
Auch jenseits der fünf häufigsten Fachabteilungen gibt es in deutschen Rehakliniken weitere wichtige Schwerpunkte, die regelmäßig vertreten sind. Sie gehören zwar nicht mehr zu den größten Reha-Bereichen, sind aber bundesweit weiterhin gut auffindbar. Die Spannweite reicht dabei von Kardiologie mit über 140 ambulanten und stationären Rehakliniken über Onkologie mit rund 85 Einrichtungen bis hin zu kleineren, aber etablierten Fachbereichen wie Rheumatologie mit 24 und Urologie mit 16 Rehakliniken in Deutschland.
Die kardiologische Rehabilitation ist auf Herz- und Kreislauferkrankungen ausgerichtet. Typische Anlässe sind Herzinfarkt, Herzoperationen, Herzinsuffizienz und andere kardiovaskuläre Erkrankungen. Ziel ist vor allem, die körperliche Belastbarkeit sicher wieder aufzubauen und Patient:innen im Umgang mit ihrer Erkrankung zu stabilisieren. Verzeichnis: Kardiologische Rehakliniken
Die onkologische Rehabilitation ist auf die Folgen von Krebserkrankungen und Krebstherapien ausgerichtet. Sie soll helfen, körperliche Leistungsfähigkeit, psychische Stabilität und Teilhabe im Alltag wieder zu verbessern. In der amtlichen Statistik erscheint dieser Bereich als Hämatologie und internistische Onkologie; für Patient:innen ist die Bezeichnung onkologische Reha meist verständlicher. Verzeichnis: Onkologische Rehakliniken
Die internistische Rehabilitation umfasst Erkrankungen der inneren Organe und komplexe gesundheitliche Zusammenhänge, die nicht immer nur einem hochspezialisierten Teilgebiet zugeordnet werden können. Sie bleibt vor allem dann relevant, wenn mehrere internistische Beschwerden zusammenwirken oder eine breiter angelegte rehabilitative Betreuung erforderlich ist. Verzeichnis: Onkologische Rehakliniken. Verzeichnis: Rehakliniken mit Schwerpunkt Innere Medizin
Die Rehabilitation für Kinder und Jugendliche richtet sich an junge Patient:innen mit altersgerechten medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Bedarfen. Sie kann je nach Einrichtung unterschiedliche Schwerpunkte haben und bezieht häufig auch das familiäre Umfeld mit ein. Ziel ist es, die gesundheitliche Entwicklung zu fördern, Einschränkungen im Alltag zu verringern und die Teilhabe in Schule, Familie und Freizeit zu verbessern. Verzeichnis: Rehakliniken für Kinder und Jugendliche
Die pneumologische Rehabilitation ist auf Erkrankungen der Atemwege und der Lunge ausgerichtet. Typische Anlässe sind etwa COPD, Asthma oder andere chronische Atemwegserkrankungen. Ziel ist vor allem, die Belastbarkeit zu verbessern, den Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu stärken und die Lebensqualität zu erhöhen. Verzeichnis: Pneumologische Rehakliniken
Die rheumatologische Rehabilitation richtet sich an Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und anderen chronischen Beschwerden des Bewegungsapparats. Im Mittelpunkt stehen die Linderung von Beschwerden, der Erhalt von Beweglichkeit und die Stärkung der Selbstständigkeit im Alltag. Verzeichnis: Rheumatologische Rehakliniken
Die gastroenterologische Rehabilitation umfasst Erkrankungen des Verdauungssystems, etwa des Magens, Darms, der Leber oder der Bauchspeicheldrüse. Ziel ist es, Beschwerden zu verringern, die körperliche Stabilität zu verbessern und Patient:innen im Umgang mit ihrer Erkrankung im Alltag zu unterstützen. Verzeichnis: Gastroenterologische Rehakliniken
Die Rehabilitation im Bereich Hals-Nasen-Ohrenheilkunde richtet sich an Menschen mit Erkrankungen oder Funktionseinschränkungen im HNO-Bereich. Je nach Schwerpunkt kann es dabei zum Beispiel um Hörstörungen, Stimm- oder Schluckbeschwerden gehen. Ziel ist es, Funktionen zu verbessern und die Teilhabe im Alltag zu stärken. Verzeichnis: HNO-Rehakliniken
Die urologische Rehabilitation ist auf Erkrankungen der Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane ausgerichtet. Typische Anlässe sind zum Beispiel Erkrankungen der Prostata, der Blase oder Folgen urologischer Eingriffe. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Funktionen zu stabilisieren und Sicherheit im Alltag zurückzugewinnen. Verzeichnis: Urologische Rehakliniken
Nicht alle Fachabteilungen sind in deutschen Rehakliniken gleich häufig vertreten. Die folgenden Fachbereiche kommen deutlich seltener vor (weniger als 15 mal) und sind nach ihrer Häufigkeit in Rehakliniken in Deutschland absteigend sortiert. Das liegt unter anderem daran, dass die dort behandelten Erkrankungen seltener Anlass für eine Reha sind oder insgesamt deutlich seltener vorkommen als in großen Reha-Bereichen wie Orthopädie, Neurologie oder Psychosomatik. Manche Fachrichtungen sind deshalb nur in wenigen spezialisierten Einrichtungen vertreten, die Augenheilkunde sogar nur einmal in Deutschland.
Die dermatologische Rehabilitation richtet sich an Menschen mit chronischen Hauterkrankungen. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, den Hautzustand zu stabilisieren und Patient:innen im Umgang mit ihrer Erkrankung im Alltag zu unterstützen. Verzeichnis: Dermatologische Rehakliniken
Die angiologische Rehabilitation befasst sich mit Erkrankungen der Blutgefäße. Sie kann zum Beispiel bei chronischen Gefäßerkrankungen sinnvoll sein und zielt darauf ab, Beschwerden zu verringern, die Belastbarkeit zu verbessern und Folgerisiken zu senken. Verzeichnis: Angiologische Rehakliniken
Die gynäkologische Rehabilitation richtet sich an Frauen mit Erkrankungen aus dem Bereich der Frauenheilkunde oder nach entsprechenden Behandlungen und Eingriffen. Ziel ist es, die körperliche Erholung zu unterstützen, Beschwerden zu lindern und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern. Verzeichnis: Gynäkologische Rehakliniken
Die endokrinologische Rehabilitation richtet sich an Menschen mit hormonellen und stoffwechselbedingten Erkrankungen. Dazu gehören zum Beispiel Störungen des Hormonhaushalts oder Erkrankungen wie Diabetes. Ziel ist es, die gesundheitliche Stabilität zu verbessern und Patient:innen im Umgang mit ihrer Erkrankung im Alltag zu unterstützen. Verzeichnis: Endokrinologische Rehakliniken
Die nephrologische Rehabilitation ist auf Menschen mit Nierenerkrankungen ausgerichtet. Sie kann zum Beispiel nach schweren Verläufen oder bei chronischen Einschränkungen der Nierenfunktion sinnvoll sein. Ziel ist es, die körperliche Belastbarkeit zu stabilisieren, Komplikationen vorzubeugen und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu erleichtern. Verzeichnis: Nephrologische Rehakliniken
Die Rehabilitation im Bereich Augenheilkunde richtet sich an Menschen mit Erkrankungen oder Einschränkungen des Sehens. Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten bestmöglich zu erhalten, den Umgang mit Sehbeeinträchtigungen zu verbessern und die Selbstständigkeit im Alltag zu stärken. Verzeichnis: Rehakliniken für Augenheilkunde
Neben den klassischen medizinischen Fachabteilungen gibt es besondere Angebote für bestimmte Lebenssituationen. Dazu gehört Reha und Vorsorge für Familien. Dieser Bereich ist der Oberbegriff für Angebote wie Mutter-Kind-Kur , Vater-Kind-Kur , Mütter-Kur , Väter-Kur und Familienkur . Ergänzend gibt es in manchen Einrichtungen auch spezielle Angebote für pflegende Angehörige .
Solche Maßnahmen unterscheiden sich teilweise von der klassischen medizinischen Rehabilitation, sind für viele Betroffene aber ein wichtiger Baustein, um die eigene Gesundheit zu stabilisieren, Belastungen zu reduzieren und neue Kraft für den Alltag zu gewinnen.
Rehabilitation kann stationär , ambulant oder mobil erbracht werden. Zusätzlich gibt es teilweise digitale Unterstützungsangebote , etwa begleitend während der Reha oder im Anschluss daran. Wer nach einer passenden Einrichtung sucht, sollte deshalb nicht nur auf die Fachabteilung achten, sondern auch darauf, in welcher Durchführungsform die Behandlung stattfindet und ob diese Form zur eigenen gesundheitlichen und sozialen Situation passt.
Für die Auswahl einer Rehaklinik sind vor allem vier Fragen hilfreich: Behandelt die Klinik meine Erkrankung regelmäßig? Gibt es innerhalb der Fachabteilung eine erkennbare Spezialisierung? Passt die Rehaform zu meiner Situation? Und gibt es zusätzliche Unterstützung, etwa psychologische Begleitung, Sozialberatung oder Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung? Eine erste Einordnung geben behandelnde Ärztinnen und Ärzte, der Sozialdienst im Krankenhaus und spezialisierte Reha-Suchportale .
Rehakliniken in Deutschland orientieren sich bei ihren Fachabteilungen an einer gemeinsamen medizinischen Grundsystematik, entwickeln daraus aber eigene rehabilitationsspezifische Schwerpunkte. Besonders prägend für die stationäre Reha-Landschaft sind Orthopädie, Psychosomatik/Psychotherapie, Neurologie, Geriatrie, Entwöhnungsbehandlungen und Kardiologie. Gleichzeitig reicht der Blick auf die Fachabteilung allein nicht aus: Für Patientinnen und Patienten ist entscheidend, ob eine Klinik das konkrete Krankheitsbild behandelt, welche Spezialisierungen sie hat und ob ihr Angebot zur individuellen Lebenssituation passt.
Bei Rückenschmerzen ist häufig die Orthopädie die passende Fachabteilung. Wenn die Beschwerden jedoch stark mit Stress, Erschöpfung, Depressionen oder anderen psychosomatischen Belastungen zusammenhängen, kann auch eine psychosomatische Reha sinnvoll sein. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Symptom Rückenschmerz, sondern auch die medizinische Ursache und das Behandlungsziel.
Bei Depressionen , Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden ist häufig eine Reha in einer psychosomatischen Fachabteilung passend. Welche Einrichtung im Einzelfall geeignet ist, hängt unter anderem von Schweregrad, Begleiterkrankungen und Behandlungsziel ab.
Ja. Es gibt eigene Reha-Angebote für Kinder und Jugendliche, die medizinisch und konzeptionell auf diese Altersgruppe zugeschnitten sind.
Ja. Neben klassischen medizinischen Reha-Fachbereichen gibt es auch besondere Vorsorge- und Rehaangebote für Menschen in speziellen Belastungssituationen, darunter pflegende Angehörige .