Kaufmännischer Leiter und Leiter Produktentwicklung
DAS REHAPORTAL
Rund zwei Millionen Reha-Anträge, ein steigendes Durchschnittsalter der Patient:innen und eine wachsende Nachfrage nach Präventionsleistungen: Der Jahresbericht 2025 der Deutschen Rentenversicherung (DRV) gibt Einblicke in die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation. Weitere Schwerpunkte sind die Wirksamkeit von Rehabilitationsleistungen, digitale Angebote und das Wunsch- und Wahlrecht.
Im Jahr 2025 gingen bei der Deutschen Rentenversicherung rund zwei Millionen Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation ein. Der Jahresbericht beschäftigt sich auch mit der Wirksamkeit dieser Leistungen. Laut den von der DRV angeführten Studien erhöht Rehabilitation die Wahrscheinlichkeit einer Erwerbstätigkeit um 15 bis 20 Prozentpunkte.
Auch der volkswirtschaftliche Nutzen wird betrachtet. Nach Angaben der DRV übersteigt der gesellschaftliche Nutzen einer Rehabilitation bereits nach einem Jahr die entstandenen Kosten um das Zwei- bis Dreifache. Nach zwei Jahren liegt er demnach beim Fünffachen der Kosten.
Das Durchschnittsalter der Patient:innen in der stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gestiegen. Während es im Jahr 2000 noch bei 48,0 Jahren lag, erreichte es 2025 einen Wert von 53,3 Jahren. Das entspricht einem Anstieg um 5,3 Jahre.
Als wesentliche Ursachen nennt die DRV die demografische Entwicklung und die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen für den Rentenbeginn.
Auch bei den Präventionsangeboten verzeichnet die Deutsche Rentenversicherung steigende Antragszahlen. Für das Programm „RV Fit “ gingen 2025 rund 78.700 Anträge ein, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden rund 69.600 Präventionsleistungen bewilligt.
Das Programm richtet sich an Berufstätige mit ersten gesundheitlichen Einschränkungen und umfasst unter anderem Angebote zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. Mehr als 90 Prozent der Anträge wurden über das Onlineportal von RV Fit gestellt.
Weitere Themen des Jahresberichts sind digitale Rehabilitationsangebote und die Weiterentwicklung des Wunsch- und Wahlrechts. Während digitale Angebote in der Reha-Nachsorge bereits etabliert sind, werden mit Ansätzen wie „DigiFlexReha“ auch Kombinationen aus Präsenz- und digitalen Leistungen erprobt. Begleitende Forschungsprojekte untersuchen deren Nutzen und Umsetzbarkeit.
Zudem zieht die DRV eine positive Zwischenbilanz zur Reform des Beschaffungsverfahrens für medizinische Rehabilitationsleistungen, die am 1. Juli 2023 in Kraft trat. Nach Einschätzung der Rentenversicherung wird das gestärkte Wunsch- und Wahlrecht bei der Auswahl einer geeigneten Rehabilitationseinrichtung von den Versicherten umfassend genutzt.
Der vollständige Jahresbericht 2025 mit weiteren Kennzahlen und Hintergrundinformationen ist auf der Website der Deutschen Rentenversicherung verfügbar.
Weitere Informationen: DRV Jahresbericht 2025