Die DMEA – Connecting Digital Health gilt als Europas führendes Event für digitale Gesundheit und brachte auch 2026 wieder Akteure aus Politik, Versorgung, Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft in Berlin zusammen. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen der digitalen Transformation und die Frage, wie viel davon inzwischen tatsächlich im Versorgungsalltag ankommt.
Ein zentrales Thema der diesjährigen DMEA war die Integration digitaler Anwendungen in bestehende Versorgungsstrukturen. Weniger die einzelne Lösung, mehr das Zusammenspiel rückte in den Vordergrund.
In vielen Beiträgen wurde deutlich: Der Mehrwert digitaler Anwendungen entsteht nicht isoliert, sondern erst dann, wenn Daten, Systeme und Akteure sinnvoll miteinander verbunden sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass genau hier weiterhin Herausforderungen bestehen. Fragmentierte Strukturen und unzureichend abgestimmte Prozesse stehen einer durchgängigen digitalen Versorgung nach wie vor im Weg.
Auffällig war zudem der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Während im vergangenen Jahr vielerorts noch Aufbruchsstimmung und große Erwartungen dominierten, zeigte sich 2026 ein deutlich gereifteres Bild.
KI ist inzwischen in vielen Anwendungen integriert. Oft ohne große Bühne, dafür mit konkretem Nutzen. Zum Einsatz kommt sie unter anderem in:
Die Technologie wird damit zunehmend als selbstverständlicher Bestandteil digitaler Lösungen wahrgenommen. Der Fokus verschiebt sich spürbar von der Frage „Was ist möglich?“ hin zu „Was funktioniert im Alltag?“.
Auch die Rehabilitation war auf der DMEA vertreten und wurde in einzelnen Beiträgen sichtbar. Gleichzeitig zeigt sich weiterhin ein bekanntes Bild: Rehabilitative Versorgung wird punktuell mitgedacht, ist aber noch kein selbstverständlicher Bestandteil digitaler Gesamtlösungen.
Gerade mit Blick auf sektorenübergreifende Versorgung und Patientensteuerung bleibt hier Entwicklungspotenzial. Um so schöner, dass ein in der Pandemie entstandes Projekt und inzwischen zur digitalen Therapieplattform herangereiftes Produkt (MEDICLIN HOME) aus einer unserer Mitgliedseinrichtungen einen Auftritt auf der großen Bühne hatte.
Neben den inhaltlichen Schwerpunkten bleibt die DMEA vor allem eines: ein Ort des Austauschs. Viele Gespräche finden nicht auf der Bühne, sondern zwischen den Terminen statt.
Für DAS REHAPORTAL war die DMEA auch in diesem Jahr mit einem eigenen Auftritt am Gemeinschaftsstand von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie verbunden. Der Austausch mit Partnern, Kliniken und weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse an Transparenz, Qualität und praktischen Lösungen im Versorgungsalltag ist.
Ein Netzwerkfrühstück auf der rbb-Dachterrasse bot zudem einen gelungenen Auftakt in den Messetag und unterstrich die Bedeutung persönlicher Begegnungen im Kontext digitaler Themen.
Insgesamt zeigt die DMEA 2026 eine Entwicklung, die sich bereits angedeutet hat: Digitale Gesundheit bewegt sich weg von Vision und Einzelanwendung – hin zu Integration, Umsetzung und konkretem Nutzen.
Der Anspruch ist klar formuliert. Die Herausforderung liegt weiterhin in der praktischen Umsetzung.