Deutscher Reha-Tag 2026: „Reha unterstützt. Reha wirkt. Reha lohnt sich.“ 26.09.2026

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Annabelle Neudam (Autor:in)
M. Sc. Health Care Management

Geschäftsführerin

DAS REHAPORTAL

Zuletzt aktualisiert: 09.07.2026 | Lesedauer: ca. 4 Min.

Am 26. September 2026 findet bundesweit der Deutsche Reha-Tag statt. Unter dem diesjährigen Motto „Reha unterstützt. Reha wirkt. Reha lohnt sich.“ machen Kliniken, Verbände und Einrichtungen der Rehabilitation auf die Bedeutung rehabilitativer Versorgung aufmerksam. Ziel des Aktionstags ist es, Rehabilitation stärker ins öffentliche und gesundheitspolitische Bewusstsein zu rücken.

Der Deutsche Reha-Tag wird von einem breiten Bündnis aus Sozialversicherungsträgern, Fachverbänden, Selbsthilfeorganisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens getragen. Bundesweit sind zahlreiche Informationsveranstaltungen, Aktionstage und Tage der offenen Tür geplant. 

Schirmherr des Deutschen Reha-Tags 2026 ist der Bundestagsabgeordnete Lars Ehm.

Ein starkes Motto

Reha unterstützt

Mit dem ersten Teil des Mottos rückt der Deutsche Reha-Tag die individuelle Begleitung von Patient:innen in den Mittelpunkt. Rehabilitation soll Menschen dabei helfen, nach Krankheit, Unfall oder psychischer Belastung wieder mehr Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität zu erreichen.

Dabei geht es nicht nur um medizinische Behandlung, sondern auch um psychosoziale Unterstützung, Gesundheitskompetenz und die Rückkehr in Alltag und Beruf.

Reha wirkt

Ein zentraler Schwerpunkt des Aktionstags 2026 ist die Wirksamkeit rehabilitativer Leistungen. Reha soll nicht nur Versorgung anbieten, sondern nachweisbar positive Effekte erzielen – beispielsweise auf Mobilität, psychische Gesundheit, Selbstständigkeit oder Erwerbsfähigkeit.

Auch die Frage, wie Behandlungsergebnisse sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden können, gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Themen wie Qualitätstransparenz, Patient:innenbefragungen und die Erhebung von Patient Reported Outcome Measures (PROMs) spielen in diesem Zusammenhang eine immer größere Rolle.

Reha lohnt sich

Der dritte Teil des Mottos richtet den Blick stärker auf die gesellschaftliche Perspektive. Rehabilitation kann dazu beitragen, Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern, Arbeitsfähigkeit zu erhalten und Folgekosten im Gesundheits- und Sozialsystem zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und steigender Belastungen im Gesundheitswesen wird Rehabilitation damit zunehmend auch als Investition in gesellschaftliche Teilhabe und Versorgungssicherheit diskutiert.

Parlamentarisches Frühstück im Bundestag

Bereits im Vorfeld des Deutschen Reha-Tags fand ein Parlamentarisches Frühstück im Deutschen Bundestag statt. Vertreter:innen aus Politik, Sozialversicherung, Selbsthilfe und Rehabilitation diskutierten dort unter anderem über „Reha vor Pflege“, Kinder- und Jugendrehabilitation sowie die Bedeutung rehabilitativer Versorgung für chronisch erkrankte Menschen.

Zentrale Veranstaltung zur mobilen geriatrischen Rehabilitation

Die zentrale Veranstaltung des 23. Deutschen Reha-Tages findet am 1. Oktober 2026 in Traunstein statt. Ausgerichtet wird sie von der Mobilen geriatrischen Rehabilitation SALVE. Im Mittelpunkt steht die aufsuchende Versorgung älterer Menschen.

Mobile geriatrische Rehabilitation bringt Therapie direkt in den Alltag der Patient:innen, zum Beispiel nach Hause, in das vertraute Wohnumfeld. Dadurch können Reha-Ziele besonders alltagsnah umgesetzt werden. Auch Angehörige und Zugehörige können einbezogen werden, wenn dies sinnvoll und gewünscht ist.

Von 14 bis 17 Uhr stehen im Landratsamt Traunstein Impulsvorträge und Austausch zur mobilen geriatrischen Rehabilitation auf dem Programm. Themen sind unter anderem der Weg in die mobile Reha, Wohnraumanpassung, Ernährung, Mobilität und Sturzprävention. Für die zentrale Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.

Ab 18 Uhr schließt sich eine ärztliche Fortbildung an. Dort spricht unter anderem Dr. Rudolf Siegert, Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation, über Konzept und Bedeutung der mobilen geriatrischen Rehabilitation im Versorgungssystem. Ein Grußwort hält Judith Gerlach MdL, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention.

Mehr zum Thema mobile Rehabilitation lesen Sie auch in unserer Meldung „Mobile Rehabilitation: Bedarf groß, Ausbau schwierig“

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Einrichtungen können sich beteiligen

Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sind eingeladen, sich mit eigenen Aktionen am Deutschen Reha-Tag zu beteiligen. Möglich sind beispielsweise:

  • Informationsveranstaltungen
  • Fachvorträge
  • Tage der offenen Tür
  • Patient:innenaktionen
  • digitale Formate und Social-Media-Kampagnen

Veranstaltungen können über die offizielle Webseite des Deutschen Reha-Tags veröffentlicht werden.