Theaterpädagogik ergänzt Parkinsonbehandlung in Bad Gögging 01.09.2026

Portrait von Annabelle Neudam
Annabelle Neudam (Autor:in)
M. Sc. Health Care Management

Geschäftsführerin

DAS REHAPORTAL

Zuletzt aktualisiert: 01.09.2026 | Lesedauer: ca. 2 Min.

Schauspiel und Improvisation als Teil der therapeutischen Arbeit: Der Passauer Wolf Bad Gögging hat gemeinsam mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg das Projekt „Scheiter Heiter“ für Menschen mit Parkinson gestartet. Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit bringen dabei theaterpädagogische Übungen in ein fachlich begleitetes Gruppenangebot ein.

Menschen mit Parkinson heben beim Theaterprojekt „Scheiter Heiter“ gemeinsam die Arme.
Menschen mit Parkinson und Studierende der OTH Regensburg beim gemeinsamen Theaterprojekt „Scheiter Heiter“ im Passauer Wolf Bad Gögging.

Menschen mit Parkinson erleben im Verlauf ihrer Erkrankung häufig Veränderungen ihrer Bewegungen, Stimme und Körpersprache. Bewegungen können kleiner werden, die Stimme leiser und die Mimik weniger ausgeprägt. In insgesamt vier Terminen probieren die Teilnehmenden deshalb größere Bewegungen aus, setzen ihre Stimme bewusst ein und üben, Emotionen über Mimik und Gestik auszudrücken.

Kommunikation besteht aus weit mehr als Worten. Gerade für Menschen mit Parkinson können Mimik, Haltung, Stimme und Ausdruck eine wichtige Rolle spielen, um mit anderen in Verbindung zu bleiben.
Michaela Forge, Sprachtherapeutin im Passauer Wolf Bad Gögging

„Kommunikation besteht aus weit mehr als Worten. Gerade für Menschen mit Parkinson können Mimik, Haltung, Stimme und Ausdruck eine wichtige Rolle spielen, um mit anderen in Verbindung zu bleiben“, erklärt Michaela Forge, Sprachtherapeutin im Passauer Wolf Bad Gögging und therapeutische Begleiterin des Projekts.

Neben den funktionellen Übungen stehen Freude, Kreativität und gemeinsames Ausprobieren im Mittelpunkt. Der Projektname „Scheiter Heiter“ soll dazu ermutigen, ohne Angst vor Fehlern Neues zu wagen und den eigenen Perfektionismus beiseitezulassen.

Von der Zusammenarbeit profitieren auch die Studierenden: Sie erhalten Einblicke in die therapeutische Arbeit mit Menschen mit Parkinson und können zugleich neue Impulse einbringen. Weitere Termine des Projekts sind für Oktober geplant.