Kaufmännischer Leiter und Leiter Produktentwicklung
DAS REHAPORTAL
Die Generation 65+ ist digitalen Angeboten im Gesundheitswesen gegenüber zunehmend aufgeschlossen und nutzt sie immer häufiger ganz konkret zur Orientierung. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom: Etwa 4 von 10, nämlich 41 Prozent, der Menschen ab 65 nutzen Online-Vergleichs und Bewertungsportale für Ärztinnen und Ärzte. Das geht aus der Bitkom-Presseinformation hervor. Laut Bitkom hat sich die Nutzung in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. Vor fünf Jahren lag der Anteil bei 12 Prozent, weitere 27 Prozent können sich vorstellen, solche Portale künftig zu nutzen.
Die Zahlen unterstreichen, wie wichtig Orientierung und Transparenz für Gesundheitsentscheidungen werden, auch im höheren Alter. Digitale Services sind dabei längst Teil des Alltags. 50 Prozent der Menschen ab 65 vereinbaren inzwischen Arzttermine online, vor fünf Jahren waren es 18 Prozent, so Bitkom.
Dass digitale Informationsangebote gerade für ältere Menschen an Bedeutung gewinnen, zeigt sich auch bei der Suche nach einer passenden Rehaklinik. DAS REHAPORTAL beobachtet einen ähnlichen Trend. Während vor einigen Jahren häufig Angehörige die internetbasierte Recherche übernommen haben, sind ältere Menschen heute vielfach selbst digital unterwegs. Kontaktanfragen an Rehakliniken kommen zunehmend direkt von den Senior:innen selbst, und es sind immer häufiger auch Menschen über 80 Jahre darunter. „Wir sehen inzwischen auch immer mehr Nutzer:innen über 80 Jahre“, berichtet Friederike Preuß, zuständig für die Kundenbetreuung bei DAS REHAPORTAL. Insgesamt liegt der Anteil der Portalnutzer:innen über 65 Jahre mittlerweile bei über 14 Prozent.
„Dass ältere Menschen grundsätzlich nicht digital unterwegs sind oder Digitalisierung ablehnen, hat eigentlich nie wirklich gestimmt, und wird in der Realität immer weniger“, so Preuß. Teilweise seien Patient:innen „weiter, als es Entscheider:innen im Gesundheitswesen einschätzen“.
Für die Bitkom-Befragung wurden nach Angaben des Verbands 1.004 Personen ab 65 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Erhebung fand zwischen Kalenderwoche 38 und 42 im Jahr 2025 statt und ist repräsentativ.