Digitalisierung wird im Reha-Bericht 2025 der DRV als Entwicklungsschwerpunkt beschrieben. Sie betrifft Forschung, Qualitätssicherung und praktische Abläufe in der Rehabilitation.
Die Deutsche Rentenversicherung hat einen trägerübergreifenden Forschungsschwerpunkt zur Digitalisierung medizinischer Rehabilitation gestartet. Untersucht werden digitale therapeutische Leistungen, digitale Verfahren in Diagnostik und Leistungsbeurteilung sowie digitale Ansätze zur Vorbereitung der Rehabilitation und zur Unterstützung des Übergangs in Arbeit und Alltag. Die ersten Projekte sollen im Sommer 2026 beginnen. Die Laufzeit des Forschungsschwerpunkts ist auf mehrere Jahre angelegt.
Ein weiterer Baustein digitaler Weiterentwicklung ist das Modellprojekt KI-QS-EM. Hier wird erprobt, wie sozialmedizinische Gutachten mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert analysiert und qualitätsgesichert werden können. Ziel ist es, die Nachvollziehbarkeit und Plausibilität der Begutachtungen systematisch zu prüfen.
Im Herbst 2025 ist zudem das Portal für sozialmedizinische Begutachtung online gegangen. Die digitale Plattform ersetzt die bisherigen Leitlinien sowie das bisherige Handbuch zur sozialmedizinischen Begutachtung. Sie dient als Beurteilungshilfe für sozialmedizinische Fragestellungen und soll einheitliche und nachvollziehbare Maßstäbe unterstützen.
Das Portal enthält unter anderem Hinweise zur Beurteilung krankheitstypischer Beeinträchtigungen mit Blick auf das Erwerbsleben sowie zur Einschätzung des Reha-Bedarfs. Eine schrittweise Erweiterung der Inhalte ist vorgesehen.
Darüber hinaus beschreibt der Bericht den Einsatz digitaler Lösungen in Reha-Einrichtungen und Verwaltungsbereichen. Dazu gehört insbesondere die Nutzung von Spracherkennungssystemen zur Unterstützung der medizinischen Dokumentation. Neue cloudbasierte Anwendungen mit KI-Funktionen werden im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Reha-System geprüft. Dabei geht es insbesondere um Fragen der fachlichen Nachvollziehbarkeit, der Qualitätssicherung und des Datenschutzes.
Digitalisierung betrifft auch die Information von Versicherten. Das Portal „Meine Rehabilitation“ stellt Qualitätsparameter, Wartezeiten sowie Angaben zu behandelten Krankheitsbildern online zur Verfügung. Im Jahr 2024 wurden dort nahezu eine Million Besuche verzeichnet. Das Portal wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Der Reha-Bericht 2025 der Deutschen Rentenversicherung steht online zur Verfügung.