Gesundheitsstadt Berlin und die Ecclesia Gruppe suchen erneut Einrichtungen, die Patientensicherheit durch besonders zuverlässige Arbeitsabläufe stärken. Bis zum 30. September 2026 können sich Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationszentren für den HRO-Award 2026 bewerben.
Ausgezeichnet werden interprofessionelle Teams, die Hochzuverlässigkeit nicht nur als Leitbild formulieren, sondern im Versorgungsalltag erfolgreich umsetzen. Die Preisverleihung findet am 12. November 2026 im Rahmen des Neuen Qualitätskongresses Gesundheit in Berlin statt.
Hochzuverlässigkeit beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, auch unter komplexen und risikoreichen Bedingungen dauerhaft sicher und fehlerarm zu arbeiten. Beispiele finden sich unter anderem in Stroke Units, der Geburtshilfe, im Operationssaal, in der Arzneimitteltherapiesicherheit oder in der Rehabilitation.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht einzelne Projekte, sondern verlässliche Prozesse, die rund um die Uhr funktionieren. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Trainings, eine offene Sicherheitskultur, die Analyse kritischer Ereignisse und die kontinuierliche Verbesserung von Abläufen.
HRO steht für „High Reliability Organization“ (Hochzuverlässigkeitsorganisation). Der Begriff beschreibt Organisationen, die auch in besonders anspruchsvollen und risikoreichen Umgebungen dauerhaft sicher arbeiten.
Typische Merkmale sind:
Das Konzept gilt heute als wichtiger Ansatz zur Stärkung von Patientensicherheit und Sicherheitskultur im Gesundheitswesen.
Teilnahmeberechtigt sind Akut- und Fachkrankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Rehabilitation.
Nach Angaben der Veranstalter werden insbesondere Teams gesucht, die durch interprofessionelle Zusammenarbeit, strukturierte Prozesse und eine gelebte Sicherheitskultur nachweislich zur Behandlungs- und Pflegequalität beitragen. Bewertet werden unter anderem die langfristige Zuverlässigkeit der Maßnahmen, die Stärkung der Resilienz in kritischen Situationen sowie die kontinuierliche Messung von Prozess- und Ergebnisqualität.
In den vergangenen Jahren wurden sehr unterschiedliche Konzepte ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehörten beispielsweise das Kinderpalliativzentrum Datteln, die Sana Kliniken Offenbach und Düsseldorf mit ihrem Rapid-Response-Konzept, die Elisabethinen Graz, die DRF Luftrettung, die BG Klinikum Bergmannstrost Halle (Saale) sowie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.
Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Patientensicherheit nicht allein von technischen Lösungen abhängt. Entscheidend sind häufig gut abgestimmte Teams, klare Abläufe und eine Kultur, in der Risiken früh erkannt und offen angesprochen werden.
Über die Vergabe des HRO-Awards entscheidet eine unabhängige Jury aus erfahrenen Expertinnen und Experten aus Gesundheitswesen, Wissenschaft und Praxis. Den Vorsitz hat Dr. Peter Gausmann, Experte für Patientensicherheit bei der Ecclesia Gruppe und Geschäftsführer der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH.
Die Jury bewertet die eingereichten Projekte anhand festgelegter Kriterien. Dazu gehören die langfristige Zuverlässigkeit der Maßnahmen, ihr Beitrag zur Entwicklung einer Sicherheitskultur sowie ihre Bedeutung für Diagnostik, Therapie und Pflege. Darüber hinaus werden die Stärkung der Resilienz in kritischen Situationen und die kontinuierliche Evaluation von Erfolgen und Verbesserungspotenzialen berücksichtigt.
Bewerbungsschluss: 30. September 2026
Auszeichnung: 12. November 2026 im Rahmen des Neuen Qualitätskongresses Gesundheit in Berlin
Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen, Jury und Bewerbungsverfahren finden Interessierte auf der Website des HRO-Awards.