DAK-Gesundheitsmonitor 2026: Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem sinkt deutlich 26.05.2026

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Annabelle Neudam (Autor:in)
M. Sc. Health Care Management

Geschäftsführerin

DAS REHAPORTAL

Zuletzt aktualisiert: 26.05.2026 | Lesedauer: ca. 2 Min.

Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem deutschen Gesundheitssystem ist auf den niedrigsten Stand seit vielen Jahren gefallen. Das zeigt der aktuelle DAK-Gesundheitsmonitor 2026, den das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt hat.

Wachsende Skepsis gegenüber Versorgung und Reformfähigkeit

Während zwischen 2012 und 2022 konstant mehr als 80 Prozent der Bevölkerung die Gesundheitsversorgung in Deutschland positiv bewerteten, liegt dieser Anteil aktuell nur noch bei 62 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil kritischer Bewertungen seit 2020 mehr als verdreifacht.

Auch die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung fallen zunehmend pessimistisch aus. 59 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Gesundheitsversorgung in den kommenden zehn Jahren verschlechtern wird. Nur noch 11 Prozent erwarten eine Verbesserung.

Als zentrale Belastungsfaktoren nennen viele Bürgerinnen und Bürger lange Wartezeiten auf Arzttermine, Schwierigkeiten bei der Arztsuche, steigende Beiträge, überfüllte Notaufnahmen sowie Personalmangel im Gesundheitswesen. 72 Prozent berichten von langen Wartezeiten auf Arzttermine, 41 Prozent von Problemen, überhaupt noch eine Arztpraxis zu finden, die neue Patientinnen und Patienten aufnimmt.

Gleichzeitig zeigen internationale Vergleiche weiterhin, dass Deutschland über ein im internationalen Maßstab sehr leistungsfähiges Gesundheitssystem mit hoher Versorgungsdichte verfügt. Die Diskussion um zukünftige Reformen dreht sich daher zunehmend auch um Fragen von Organisation, Effizienz und langfristiger Finanzierbarkeit.

Grafik aus dem DAK-Gesundheitsmonitor 2026 zur sinkenden Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem